Ein Keyword ist ein Wort oder eine Wortkombination, die du in einer manuellen Kampagne bei Amazon Advertising aktiv einbuchst, damit deine Anzeige bei passenden Suchanfragen ausgespielt wird. Du legst damit selbst fest, für welche Begriffe du sichtbar sein willst, und kombinierst das Keyword mit einem Match Type und einem Gebot. Keywords sind damit das zentrale Steuerungselement jeder manuellen Sponsored-Products- oder Sponsored-Brands-Kampagne.
Verwechselt wird das Keyword oft mit dem Suchbegriff – dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Dinge.
Amazon unterscheidet drei Match Types: Exact, Phrase und Broad. Exact bindet nur exakte oder sehr eng verwandte Formulierungen, Broad lässt Amazon deutlich mehr Spielraum für ähnliche und thematisch verwandte Suchanfragen. Phrase liegt dazwischen: Der Suchbegriff muss die Wortfolge des Keywords in der richtigen Reihenfolge enthalten, davor oder danach dürfen aber weitere Wörter stehen. Je breiter der Match Type, desto größer die Reichweite – aber auch das Risiko irrelevanter Klicks. In der Praxis kombinieren viele Werbetreibende alle drei Match Types für dasselbe Keyword in getrennten Anzeigengruppen, um Gebote und Performance getrennt steuern zu können.
Das Keyword ist deine Einbuchung, der Suchbegriff ist das, was Kund:innen tatsächlich in die Amazon-Suche eingeben. Ein einziges Keyword in Broad Match kann für viele unterschiedliche Suchbegriffe ausgespielt werden. Im Suchbegriff-Report siehst du, welche echten Suchanfragen zu Klicks und Bestellungen geführt haben, und kannst daraus neue Keywords oder Negative Keywords ableiten.
Das Gebot für ein Keyword richtet sich nach dem maximalen CPC, den du dir angesichts von Marge und Ziel-ACoS leisten kannst. Beispiel: Bei einem Verkaufspreis von 30 € und 9 € Marge liegt dein Break-Even-ACoS bei 30 Prozent – daraus lässt sich ein realistisches Gebot pro Klick ableiten. Eine ausführliche Rechnung findest du im Beitrag So berechnest du die Keyword-Gebote für deine Amazon Ads richtig.
Ein Keyword kann trotz hoher Relevanz schwach performen, wenn das Gebot zu niedrig für ausreichende Impressionen ist, das Produktlisting nicht zum Suchbegriff passt oder starke Konkurrenz um denselben Begriff herrscht. In diesen Fällen lohnt es sich, Gebot, Anzeigenmaterial und Match Type einzeln zu prüfen, bevor du das Keyword komplett pausierst.
Ausgangspunkt sind meist der Suchbegriff-Report bestehender automatischer Kampagnen, die Amazon-Suchvorschläge und eine gezielte Keyword-Recherche. Relevante Begriffe bringst du anschließend in eine manuelle Kampagne ein, ordnest ihnen einen passenden Match Type zu und beobachtest ihre Performance über Klicks, ACoS und Conversion Rate.