Mit den sogenannten Match Types oder auch Keyword Match Types kannst du die Ausrichtung deiner Anzeigen auf bestimmte Suchanfragen weiter verfeinern. Sie legen fest, wie genau eine Suchanfrage von Shoppern mit deinem eingebuchten Keyword übereinstimmen muss, damit deine Anzeige ausgespielt wird. Bei Amazon-Anzeigen stehen dir drei positive Match Types – Broad, Phrase und Exact – sowie negative Match Types zur Verfügung, mit denen du Suchanfragen gezielt ausschließt.
Es gibt drei positive Match Types, die bei Amazon-Anzeigen verwendet werden:
Exact (Exakte Übereinstimmung): Das Keyword muss dem Suchbegriff exakt entsprechen, kleine Wortumstellungen ausgenommen. Dieser Match Type liefert die höchste Kontrolle, aber die geringste Reichweite.
Phrase (Phrasenübereinstimmung): Der Suchbegriff muss dein Keyword in der eingebuchten Wortfolge enthalten, davor oder danach dürfen weitere Wörter stehen.
Broad (Breitgefasste Übereinstimmung): Deine Anzeige wird auch für Synonyme, verwandte Suchbegriffe und andere Wortreihenfolgen ausgespielt – auf Kosten der Präzision.
Beispiel am Keyword „yogamatte“: Bei Exact Match erscheint deine Anzeige nur für die Suchanfrage „yogamatte“ selbst. Bei Phrase Match zusätzlich für „yogamatte kaufen“ oder „rutschfeste yogamatte“. Bei Broad Match kann die Anzeige auch bei „fitnessmatte“ oder „gymnastikmatte“ erscheinen, weil Amazon diese als thematisch verwandt einstuft.
Negative Keywords schließen Suchbegriffe von der Ausspielung aus. Damit verhinderst du, dass dein Budget für irrelevante Suchanfragen ausgegeben wird, etwa wenn ein Broad-Match-Keyword auch Klicks aus themenfremden Suchanfragen zieht. Auch negative Keywords gibt es als Exact und Phrase Match, wodurch du den Ausschluss ebenso fein steuern kannst wie die eigentliche Ausrichtung. Ein häufiger Anwendungsfall ist der Ausschluss der eigenen Marke oder von Konkurrenzmarken in Auto-Kampagnen, wenn diese Klicks nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Mehr dazu im Beitrag Negative Keywords für Amazon PPC.
Die Wahl hängt von der Strategie und dem Ziel der PPC-Kampagne ab. Exact Match führt meist zu geringeren Kosten und höheren Conversion Rates, weil die Anzeige nur bei sehr spezifischen Suchanfragen erscheint. Broad Match generiert dagegen mehr Traffic und Reichweite, dafür aber auch mehr Streuverlust. In der Praxis kombinieren viele Advertiser alle drei Match Types in getrennten Kampagnen oder Anzeigengruppen und steuern die Ausrichtung zusätzlich über negative Keywords. Einen tieferen Einblick gibt der Beitrag zum optimalen Einsatz von Broad Match. Ein bewährtes Vorgehen ist, mit Exact und Phrase Match zu starten und Broad Match gezielt zur Keyword-Recherche einzusetzen, bevor neue Suchbegriffe in eigene, präzise Kampagnen übernommen werden. So wächst dein Konto von einer breiten Recherche-Phase hin zu einem präzisen Set an gut performenden Keywords.