Der CPC (Cost per Click) ist eine Abrechnungsmethode und Kennzahl im Online-Marketing, bei der Werbetreibende für jeden Klick auf ihre Anzeige bezahlen – unabhängig davon, ob daraus später eine Bestellung wird. Der CPC ist die gängige Abrechnungsform im PPC (Pay-per-Click) und wird bei Amazon Advertising in der Regel über ein Echtzeit-Gebotssystem festgelegt, das sich nach der Konkurrenz um dasselbe Keyword richtet.
Die Formel lautet: CPC = Werbekosten / Klicks. Du teilst die Gesamtkosten einer Kampagne durch die Anzahl der Klicks, die sie erhalten hat.
Beispiel: Eine Kampagne kostet 90 € und erzielt dabei 60 Klicks. Der CPC beträgt dann 90 / 60 = 1,50 €. Sinken die Klicks bei gleichen Kosten, steigt der durchschnittliche CPC entsprechend an.
Amazon ermittelt den CPC über ein Auktionssystem: Du gibst ein maximales Gebot je Keyword oder Zielgruppe ab, zahlst aber in der Regel nur so viel, wie nötig ist, um den nächsthöheren Konkurrenzbieter zu übertreffen. Der tatsächliche CPC liegt deshalb häufig unter deinem Maximalgebot. Faktoren wie Keyword-Wettbewerb, Anzeigenrelevanz und Tageszeit beeinflussen, wie hoch der CPC im Einzelfall ausfällt.
Ein sinnvoller CPC ergibt sich aus deinem Zielwert für den ACoS und deiner erwarteten Conversion Rate: Je höher deine Conversion Rate, desto mehr kannst du dir pro Klick leisten, ohne deinen Ziel-ACoS zu überschreiten. Wie du den optimalen CPC für deine Produkte berechnest, zeigt der Beitrag Wie viel darf ein Klick kosten? So berechnest du den optimalen CPC für Amazon PPC.
Der CPC bezieht sich auf die Kosten pro Klick, unabhängig vom Ergebnis. Der CPO (Cost per Order) setzt die Werbekosten dagegen ins Verhältnis zur Anzahl der Bestellungen und ist damit die aussagekräftigere Kennzahl, wenn es um die tatsächliche Effizienz einer Kampagne geht. Ein niedriger CPC bei niedriger Conversion Rate kann trotzdem einen hohen CPO ergeben.
Sponsored Products, Sponsored Brands und Sponsored Display haben in der Regel unterschiedliche CPC-Niveaus, da sie unterschiedlich stark umworben sind und an unterschiedlichen Stellen auf Amazon erscheinen. Ein Vergleich lohnt sich deshalb nur innerhalb desselben Anzeigentyps und einer ähnlichen Wettbewerbssituation, nicht formatübergreifend. Auch die Tageszeit spielt eine Rolle: In Stoßzeiten mit viel Konkurrenz um dieselben Keywords steigt der CPC häufig an, während er außerhalb der Hauptzeiten oder in weniger umkämpften Nischen tendenziell niedriger ausfällt. Ein einmalig hoher CPC ist deshalb nicht automatisch ein Problem, solange er im Durchschnitt über den Kampagnenzeitraum zu deinem Ziel-ACoS passt.