Der CPO (Cost per Order) ist eine Kennzahl im Online-Marketing, die angibt, wie hoch die durchschnittlichen Werbekosten pro Bestellung sind. Er setzt die Gesamtkosten einer Kampagne ins Verhältnis zur Anzahl der dadurch erzielten Bestellungen und gilt als Indikator für die Effizienz einer Werbekampagne. Optimierst du deine Kampagnen auf den CPO, verfolgst du das Ziel, möglichst viele Bestellungen zu einem festgelegten Kostenrahmen pro Conversion zu erzielen, statt nur auf Klicks oder Impressionen zu schauen.
Die Formel lautet: CPO = Werbekosten / Anzahl der Bestellungen. Du teilst die Gesamtkosten einer Kampagne durch die Anzahl der Bestellungen, die sie generiert hat.
Beispiel: Eine Kampagne kostet 240 € und erzielt dabei 12 Bestellungen. Der CPO beträgt dann 240 / 12 = 20 € pro Bestellung. Steigt die Anzahl der Bestellungen bei gleichen Kosten, sinkt der CPO entsprechend.
Ein niedriger CPO zeigt, dass eine Kampagne Bestellungen vergleichsweise günstig generiert. Ein hoher CPO kann darauf hinweisen, dass Gebote, Keyword-Auswahl oder Produktseite nicht gut zusammenspielen. Anders als der CPC, der nur die Kosten pro Klick misst, bezieht der CPO das tatsächliche Ergebnis – die Bestellung – mit ein und ist damit näher an der eigentlichen Kampagnenwirkung.
Der ACoS setzt die Werbekosten ins Verhältnis zum Werbeumsatz und wird in Prozent angegeben. Der CPO setzt die Werbekosten ins Verhältnis zur Anzahl der Bestellungen und wird als Euro-Betrag angegeben. Beide Kennzahlen ergänzen sich: Der ACoS zeigt die prozentuale Effizienz, der CPO die konkreten Kosten je Bestellung – relevant etwa, wenn du mit einem festen Budget pro Verkauf kalkulierst.
Der CPO eignet sich besonders, wenn Produkte einen ähnlichen Verkaufspreis haben oder wenn du in absoluten Kosten statt in Prozentwerten planst. Bei stark unterschiedlichen Produktpreisen ist der ACoS meist aussagekräftiger, da er die Werbekosten automatisch in Relation zum Verkaufserlös setzt. Mehr zur Abgrenzung zwischen beiden Kennzahlen findest du im Beitrag Amazon ACoS vs. CPO.
Damit eine Kampagne profitabel bleibt, sollte der CPO unterhalb deiner Marge pro Bestellung liegen. Verkaufst du ein Produkt mit 25 € Marge und dein CPO liegt bei 30 €, machst du auf jede über Werbung generierte Bestellung Verlust, selbst wenn Klicks und CTR gut aussehen. Der CPO lohnt sich daher immer im direkten Vergleich mit deiner Kalkulation, nicht als isolierte Zahl ohne Bezug zu Marge und Verkaufspreis.