Die Amazon Marketing Cloud (AMC) ist eine Clean-Room-Analytics-Umgebung, in der Werbetreibende pseudonymisierte Daten aus Amazon Ads und weiteren Amazon-Quellen kanalübergreifend analysieren können. Sie basiert auf Amazon Web Services (AWS) und verknüpft Signale aus verschiedenen Kampagnen und Touchpoints, ohne dass einzelne Kund:innen re-identifizierbar werden. Damit lassen sich Fragen beantworten, die einzelne Kampagnenreports nicht abdecken – etwa, wie Sponsored Display und Sponsored Brands gemeinsam auf einen Kauf wirken. AMC richtet sich vor allem an Werbetreibende mit größerem Werbevolumen und eigenen Analytics-Ressourcen, da die Auswertung eigener SQL-Kenntnisse oder spezialisierter Tools bedarf. Für kleinere Accounts mit wenigen Kampagnen lohnt sich der Aufwand meist erst, wenn die Standardreports der Advertising Console an ihre Grenzen kommen.
AMC führt pseudonymisierte Werbedaten in einer gesicherten Clean-Room-Umgebung zusammen, die du per SQL-Abfragen auswertest.
Zugriff besteht über eine webbasierte Benutzeroberfläche oder über eine API. In beiden Fällen bleiben personenbezogene Daten geschützt: AMC gibt keine Daten auf Einzelpersonen-Ebene heraus, sondern nur aggregierte Auswertungen oberhalb bestimmter Mindestschwellen. Ergebnisse lassen sich zudem in andere Analysetools exportieren, um sie mit weiteren Unternehmensdaten zu verknüpfen und so ein noch breiteres Bild der Marketing-Performance zu erhalten.
AMC steht qualifizierten Werbetreibenden mit aktivem Amazon Ads-Konto kostenfrei zur Verfügung.
Voraussetzung ist in der Regel ein gewisses Werbevolumen sowie eigene Kapazitäten für Datenanalyse, da AMC-Abfragen SQL-Kenntnisse voraussetzen oder über spezialisierte Tools beziehungsweise Agenturen laufen. Seller und Vendoren können AMC gleichermaßen beantragen, in der Praxis nutzen es aber vor allem größere Accounts mit entsprechenden Ressourcen.
Mit AMC lassen sich kanalübergreifende Analysen erstellen, etwa zu Überlappungen zwischen Zielgruppen oder zum Zusammenspiel verschiedener Werbeformate.
Typische Anwendungsfälle sind die Analyse von Pfaden bis zur Conversion über mehrere Werbeformate hinweg, der Aufbau individueller Zielgruppensegmente für das Targeting oder die Messung von Frequenzen, wie oft ein Shopper eine Anzeige sieht, bevor er kauft. Diese Auswertungen gehen deutlich über die Standardreports der Amazon Advertising Console hinaus und erfordern entsprechend mehr Auswertungsaufwand, liefern dafür aber Erkenntnisse, die sich mit Bordmitteln allein kaum gewinnen lassen.
AMC analysiert vor allem Daten innerhalb des Amazon-Werbekosmos, Amazon Attribution misst dagegen Werbewirkung außerhalb von Amazon.
Wer zusätzlich Kanäle wie Social Media oder Suchmaschinen einsetzt, ergänzt AMC sinnvoll um Amazon Attribution, um ein vollständigeres Bild der Customer Journey zu erhalten. Mehr zur praktischen Nutzung der AMC findest du auch im ADFERENCE Blogartikel zur datenbasierten Kampagnenoptimierung mit der AMC.