Podcast #4 | Wie sieht das optimale Sponsored Products Kampagnen-Setup aus?

Oder warum negativ positiv sein kann

Auto-Kampagnen von Amazon sind gut für den Einstieg, lassen sich aber nicht so fein steuern wie manuelle Kampagnen. Wie kann ich aus beiden Kampagnentypen das optimale herausholen, wenn ich sie kombiniere? 

 

Wie kann ich Auto-Kampagnen optimal mit manuellen Kampagnen kombinieren?

Mit den Amazon Sponsored Products Kampagnen mit automatischer Ausrichtung -den Auto-Kampagnen kannst du relevante Suchbegriffe identifizieren, die aus Conversion-Sicht interessant zur Optimierung sind und die du noch nicht in die manuelle Kampagne eingebucht hast. In der Auto-Kampagne sucht sich Amazon selbst die Keywords raus und entscheidet, ob diese für dein Produkt relevant sind.

Bei der manuellen Kampagne bestimmst du als Verkäufer selbst über die Keywordauswahl, indem du über das Hinzufügen von Keywords die passenden Suchbegriffe festlegst. Manuelle Kampagnen sind vorteilhafter, wenn es um die gezielte Ausspielung deiner Amazon Sponsored Ads geht, da du die Gebote feiner aussteuern kannst, sofern diese fortlaufend optimiert werden.

👉 Wie kann ich die Vorteile beider Kampagnentypen kombinieren?

In einem einfachen Kampagnen Setup kann das so aussehen: 

  • Du buchst dein Produkt in eine Auto-Kampagne und in eine manuelle Kampagne ein. ✅
  • Sobald das Keyword einen Sale generiert hat, buchst du das Keyword positiv in die manuelle Kampagne ein. ✅

👍 So nutzt du den positiven Effekt der Auto-Kampagne als Explorationskampagne und generierst so neue Keywords, die du in der manuellen Kampagne feiner aussteuern kannst.

Geht das auch für Produktplatzierungen?

Deine Sponsored Products Kampagnen werden auch auf Produktdetailseiten ausgespielt, die du noch nicht auf dem Radar hattest. Der Kunde klickt dann auf deine Anzeige auf der Produktdetailseite der Konkurrenz und kauft dein Produkt. Dann kannst du diese ASIN herausfiltern und in deine manuelle Kampagne einbuchen.

Damit ist die optimale Kombination klar:

  • Mit der Auto-Kampagne identifizierst du neue Keywords und Product Placements.
  • Diese Keywords und Product Placements buchst du positiv in die manuelle Kampagnen ein

Warum ist die optimale Kombination beider Kampagnentypen so wichtig? 

Die optimale Kombination von Auto- und manuellen Kampagnen ist so wichtig, um sauber und fortlaufend performance-basiert zu steuern. Performance-basiert heißt, dass du mit niedrigen Geboten den höchsten möglichen Revenue erzielen willst. Du willst ja nicht Amazon deine Gebotssteuerung überlassen.💰

Warum negativ positiv sein kann

Next Level: 🚀 Du nutzt nun die Auto-Kampagne als Datenquelle und buchst deine Targets in die manuelle Kampagne positiv ein. Nun gehst du einen Schritt weiter: Negative Keywords, also ein Target speziell ausschließen.

Als negative Keywords werden ausschließende Worte bezeichnet, bei deren Eingabe deine Anzeige nicht erscheinen soll. Negative Keywords sind wichtig, um irrelevante Klicks zu vermeiden. Damit sind negative Keywords positiv für deine Performance.

In der Auto-Kampagne performt z.b. ein Keyword relativ gut und du buchst dieses Keyword in die manuelle Kampagne ein, um es noch performance-orientierter aussteuern zu können.

Amazon weiß nun erstmal nicht, welche Kampagne ausgespielt werden soll zu diesem Keyword - durch die Auto-Kampagne oder die Manuelle Kampagne? Amazon wählt im Zweifel die Anzeige mit dem höheren Gebot. Daher ist es sinnvoll das Keyword zu negativieren, damit Amazon nur noch die Möglichkeit hat, die manuelle Kampagne auszuspielen.

Aber wozu? Die manuelle Kampagne kommt doch eh zum Zug, weil das Gebot höher ist?

👉Wenn du mit niedrigen Geboten in der Auto-Kampagne laufen willst, betrifft das alle Keywords in deiner Auto-Kampagne. Wenn dann ein Keyword aus der Auto-Kampagne doch performt und du wieder höher bietest, dann erhöhst du die Gebote für alle Keywords, also auch für die Longtail-Keywords. So riskierst du, dass das Gebot der Auto-Kampagne das manuelle Gebot doch übersteigt.

Kann ich ASINs in der Auto-Kampagne explizit ausschließen?

Nein, in der Auto-Kampagne kannst du ASINs nicht explizit ausschließen. (Stand: 06.05.2020) 💁

Was kann ich stattdessen tun?

1. Ansatz: Gebote für Produkttargets in Auto-Kampagne senken 

Du kannst in der Auto-Kampagne die Gebote für die Produkttargets Ersatz und Ergänzung senken, so dass die Produktplatzierung nur noch in der manuellen Kampagne stattfindet. Das ist nicht zu 100% sicher.

2. Manuelle Kampagne auf Kategorien ausrichten 

Du kannst in der Auto-Kampagnen die beiden Produkttargets Ersatz und Ergänzung  pausieren, so dass du die Auto-Kampagne nicht mehr als Quelle nutzt. Stattdessen setzt du eine weitere manuelle Kampagne auf und richtest diese auf Kategorien aus. 

👉In der manuellen Kampagne kannst du nämlich Produktplatzierungen explizit ausschließen.

Somit nutzt du dann eine manuelle Kategorie-Kampagne als Quelle und eine manuelle Produkt-Kampagne als Ziel, um dort performance-orientiert zu steuern. 

Sprechstunde mit Dr. Florian Nottorf -  der Amazon PPC Doktor 💊

Q: Mein Keyword performt in der manueller Kampagne nicht so wie in der Auto-Kampagne? Woran kann das liegen?

A: Amazon muss erstmal checken, was du mit der Kampagne bezwecken willst. Amazon führt eine Relevanzbewertung deiner Anzeigen und Keywords durch. Das kann etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Q: Was kann ich tun, damit das Keyword wieder performt?

A:  Du solltest das Keyword in der Auto-Kampagne belassen, bis das Keyword in der manuellen Kampagne performt. Dann erst solltest du das Keyword in der Auto-Kampagne ausschließen.

Q: Wann ist ein Suchbegriff in einer Auto-Kampagne so relevant, dass ich das Ein- und Ausbuchen starten sollte? Kann ich auch ausschließlich negativieren?

A: Prinzipiell möchte ich die gut funktionierenden Suchbegriffe in der manuellen Kampagne performance-orientiert aussteuern. Was ist ein gut funktionierender Suchbegriff? Grundsätzlich kannst du ab einer Conversion das Keyword in die manuelle Kampagne überführen.

Negative Dimension: Was tun, wenn Suchbegriffe in der Auto-Kampagne immer wieder Klicks generieren, aber keine Conversion. Hier kann ggf. das Gebot in der Auto-Kampagne zu hoch sein, was auf Dauer auch zu teuer werden kann. Dann kannst du das Keyword in die manuelle Kampagne überführen und das Gebot niedriger einstellen. Oder du schließt das Keyword grundsätzlich aus, weil die Suchanfrage einfach nicht passt.

Q: Adference hat einen Keywordmanager - Warum arbeiten wir nicht mit dem broad Match Type?

Adference will so sauber wie möglich die Suchanfragen entlang der Anzeigen und Kampagnen einsortieren. Immer mit dem Ziel den Traffic aus den Auto-Kampagnen gezielt zu nutzen und in die manuelle Kampagne zu überführen.

Wenn ich den Match Type broad in der manuellen Kampagne einsetze, werde ich zwar weit ausgespielt, aber du kannst in der Auto- Kampagne den Match Type broad negativ nicht hinterlegen. Daher arbeiten wir nur mit exact und phrase.

Mit den verschiedenen Keyword Match Types kannst du die Ausrichtung deiner Anzeigen auf bestimmte Suchanfragen weiter verfeinern:

  1. Exakte Übereinstimmung: Das Keyword muss exakt zum Suchbegriff passen.
  2. Phrasenübereinstimmung: Das Keyword muss in der Suchphrase nur enthalten sein.
  3. Breitgefasste Übereinstimmung: Das Keyword kann in ähnlichen Varianten in der Suchanfrage vorkommen.

Stay tuned! Alle Episoden des Podcasts "Vitamin A - Deine Dosis Amazon PPC".

 

Alle Themen des Podcasts “Vitamin A - Deine Dosis Amazon PPC” Episode 4 im Überblick:

  • Wie kann ich Manuelle und Auto-Kampagnen auf Keyword-Ebene optimal miteinander kombinieren? (04:08)
  • Geht diese Kombination auch für Produktplatzierungen? (07:42)
  • Warum sollte ich so viele Targets in meiner Auto-Kampagne haben? (09:21)
  • Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Target, Keyword, Platzierung und Suchbegriff? (12:34)
  • Next Level: Negative Keywords. Warum buche ich Targets in der Auto-Kampagne negativ aus? (13:55)
  • Warum die ASIN nicht als negatives Keyword in der Auto-Kampagne funktioniert. (20:10)
  • Spannende Ansätze, die funktionieren:

    #1 In der Auto-Kampagne die Gebote für Produkttargets (Ersatz und Ergänzung) weiter senken. Was ist der Nachteil?

    #2 In der Auto-Kampagne die Targets pausieren und stattdessen eine weitere manuelle Kampagne aufsetzen, die auf Kategorien ausgerichtet ist. Was ist der Vorteil? (20:52)

  • Mein Keyword performt nicht mehr in der manuellen Kampagne. Wann überführe ich das Keyword in die manuelle Kampagne? Wieso arbeitet Adference nicht mit dem Match Type broad? Sprechstunde mit dem Amazon PPC Doktor (25:50)
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