Podcast #3 | Sponsored Products Ausrichtungstypen

Automatisch oder manuell:

Welche Vor- und Nachteile muss ich jeweils jonglieren?

Diese Woche stellen wir erneut die Typ-Frage! 😉Nachdem im letzten Podcast die unterschiedlichen Sponsored Ads Formate im Fokus standen, haben Mareike und Florian sich für Episode 3 den wohl beliebtesten Kampagnentypen – die Sponsored Products – rausgepickt, und wollen mit euch über die beiden so gegensätzlichen Kampagnentypen schnacken: Auto- und Manuelle Kampagnen. Diese unterscheiden sich vor allem in der Art der Ausrichtung, und könnten dabei ungleicher nicht sein.

Welche Vor- und Nachteile muss ich also jeweils jonglieren? Und warum sind die beiden so gegensätzlichen Kampagnentypen vielleicht doch das beste Team? 

Immer „ready to advertise“ mit Sponsored Products

Sponsored Products sind mit 85% Anteil des Ad Spends der beliebteste Kampagnentyp – bei Weitem. Warum sind sie so beliebt? Kurzfassung: Ich muss mir keine Gedanken machen über Anzeigenbilder oder das Aussehen der Kampagne. Die Anzeigen werden automatisch aus meinen Produktbildern generiert. Sofern ich Produkte auf Amazon gelistet habe, bin ich grds. bereit mit Werbung auf Amazon loszulegen.

Ratzfatz, Auto-Kampagne!

Noch einfacher wird es mit der automatischen Ausrichtung der Auto-Kampagnen. Wenn ich mit Amazon Advertising starten möchte, kann ich das mit den Auto-Kampagnen jederzeit tun. Anders als bei den manuellen Kampagnen – muss ich mir für die Auto-Kampagnen nicht überlegen, zu welchen Suchanfragen ich meine Anzeigen ausspielen möchte, und mit welchen Keyword-, Produkt- und Kategorie-Targets ich möglichst alle profitablen Suchanfragen abdecke. Amazon nimmt mir diese Punkte ab – wie der Name schon sagt, werden Auto-Kampagnen vollautomatisch durch die Amazon Algorithmen gesteuert.

👍Super einfach im Handling: 1 Kampagne, 1 Anzeigengruppe, maximal 4 Gebote 

👍Alle Suchanfragen werden erfasst 

👍In 3 Minuten erstellt 

Blackbox-Prinzip

Der Knackpunkt: Wenn ich eine Auto-Kampagne anlege, halte ich wiederum nur wenige Hebel in der Hand, mit denen ich meine Anzeigen auf bestimmte Kunden oder Suchanfragen ausrichten könnte. Nach welchen Gesichtspunkten meine Anzeigen konkret ausgespielt werden, bleibt mir weitestgehend verborgen. Meine Anzeige kann sowohl für die schon sehr konkrete Anfrage “Fjällräven Rucksack rosa” als auch für die weitaus generischere Suche “Tasche” ausgespielt werden.

 👎 Ungenau: Ich bezahle gleich viel, egal zu welcher Suchanfrage meine Anzeige erscheint und wie die Conversion-Aussichten sind 

4 Ausrichtungstypen für Auto-Kampagnen

Seit Ende 2018 geben uns die 4 erweiterten Ausrichtungstypen (Enhanced Auto-Targets) zumindest einige Anhaltspunkte darüber, wie sich unsere Kampagne im Bezug auf bestimmte Platzierungen verhält.

Bis zu 4 Gebote für verschiedene Ausrichtungstypen sind möglich, um den Traffic auf meiner Anzeige zu steuern:

Amazon PPC Guide_Sponsored Products_Enhanced Auto Targeting ENG

Wenn ich also starten möchte und etwas Budget habe, das ich nicht unbedingt maximal performant ausgeben will, sind Auto-Kampagnen der Kampagnentyp deiner Wahl. Trotz des sehr breit gefassten Targetings überwiegt insbesondere zu Beginn einer ihrer immensen Vorteile: Durch das Auto-Targeting fange ich jede Suchanfrage ab. Auch solche, die mir selber nie in den Sinn gekommen wären.

💡Auch nach dem Start empfiehlt es sich also, die Auto-Kampagnen mit niedrigem Gebot am Leben zu halten und ihre gut konvertierenden Keyword-Ideen mit hohem Gebot in eine manuelle Kampagne zu übertragen. 

Immer wieder beobachten wir außerdem, dass Auto-Kampagnen mit einer gewissen Kampagnenhistorie besser performen, als neu erstellte. Bedeutet: Auch ihre Performance wird sich mit der Zeit etwas einpendeln.

Manuelle Kampagnen

Wem das alles zu bunt ist und dem es zu ungenau ist, wie breit und spitz zugleich dieselben Anzeigen für ganz unterschiedliche Suchanfragen ausgespielt werden, der wird in den manuellen Kampagnen hingegen seinen besten Freund finden. Sie sind nämlich das blanke Gegenteil der Auto-Kampagnen. Wenn du dir hier keine Ausrichtung überlegst und diese in der Kampagne hinterlegst, passiert erst einmal gar nichts!

Bei den manuellen Kampagnen hast du nämlich jederzeit selbst das Heft in der Hand: Du recherchierst bestimmte Targets (Keywords, Produkte oder Kategorien) zu denen du deine Anzeigen ausspielen möchtest – die Übereinstimmung zwischen deiner Anzeige und der Suchanfrage des Kunden ist hierbei absolut feingranular möglich. 

 👍 Messerscharfe Ausrichtung auf einzelne Produkte, Kategorien und Keywords 
 👍 Für jedes eingebuchte Target kannst du ganz explizit ein eigenes Gebot setzen <3 

Du kannst deine Sponsored Products Anzeigen bspw. immer nur dann ausspielen, wenn bspw. ein bestimmtes, anderes Produkt die Suchkriterien organisch (also ungesponsert) erfüllt. Alle weiteren, 100.000e von Anzeige-Möglichkeiten fallen raus.

 👎 Wechsel des Produktsortiments macht es unmöglich, alle relevanten Listings so granular einzubuchen 

"Klingt nach viel Arbeit", wenn man es manuell angeht, findet Mareike. Spoiler: Die gute Performance und die besseren Ergebnisse die man damit erzielt, machen den Aufwand wett.

Wie man die Optimierung der manuellen Kampagnen am besten angeht, und warum die Auto-Kampagnen dabei eine entscheidende Rolle spielen, das erfahrt ihr in einer der nächsten Episoden.

Stay tuned! Alle Episoden des Podcasts "Vitamin A - Deine Dosis Amazon PPC" findest du hier zum Reinhören.

Happy Optimizing!

Alle Themen des Podcasts “Vitamin A - Deine Dosis Amazon PPC” Episode 3 im Überblick:

  • Was sind Sponsored Products Kampagnen? Placements, Ausrichtung, Erstellung (02:20)
  • Ein beträchtlicher Teil der Werbeausgaben auf Amazon fließt in die Sponsored Products. Was macht den Kampagnentypen so beliebt? (04:30)
  • Typ-Frage: Automatische oder manuelle Kampagnenausrichtung? (05:10)
  • Wink zum Google Universum: Auto-Kampagnen im Targeting-Setup ähnlich den Google Shopping Kampagnen (05:55)
  • Welche Vorteile habe ich mit Auto-Kampagnen? Welche Nachteile? (06:67)
  • Die neuen Auto-Kampagnen gibt es seit Ende 2018: 4 automatische Ausrichtungstypen, 4 Möglichkeiten gezielt einzulenken? (09:43)
  • Rucksack vs. Fjällräven Kånken rosa: Warum ist es so wichtig, dass das Gebot zur Suchanfrage passt? (10:39)
  • Sollte ich mit dem Altbestand an Auto-Kampagnen aufräumen – Ja oder nein? (13:50)
  • Wenn ja, wie vermeide ich einen Sales-Einbruch? Wie passe ich den richtigen Zeitpunkt ab? (15:55)
  • Irrelevanten Anzeigen-Traffic rausschneiden mit negativen Targets (18:16)
  • Welche Vorteile habe ich mit manuellen Kampagnen? Welche Nachteile? (21:40)
  • Wie halte ich Kunden in meiner Markenwelt mit manuellen Sponsored Products Kampagnen? (26:10)
  • Let’s wrap it up: Kurzfassung (30:30)
  • Kann ich mir durch den Einsatz beider Kampagnentypen ein Sicherheitsnetz spannen? (35:20)
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